Sinnvolle allgemeine Tipps

Hier gibt es sinnvolle Tipps zur besseren Funktion von HiFi Komponenten. Aber bitte davon keine „klanglichen Wunder“ erwarten, in vielen Fällen geht nur darum, bestimmte Dinge nicht „ganz falsch“ zu machen.

Gerätelagerung, An- und Entkopplung

Die Komponenten einer HiFi Anlage sollten auf stabilem Untergrund stehen. Das gilt vorwiegend für Quellengeräte, im Besonderen für analoge Plattenspieler. Anfällig reagieren auch Röhrengeräte, wenn sie Vibrationen ausgesetzt sind (Mikrofonie). Ein idealer Stellplatz für diese kritischen Komponenten ist ein möglichst kleines und stabiles Wandboard, das an einer massiven Beton- oder Ziegelwand befestigt ist. Ein Rack, das „in sich“ stabil ist und wackelfrei steht, ist eine gute Alternative. Es ermöglicht die Unterbringung aller Elektronikkomponenten mit kurzer Verkabelung zueinander. Gleichzeitig kann es auch optisch eine schöne Lösung darstellen.

LS-Ständer für Kompaktlautsprecher sind in ihrer Funktion und Bauweise ähnlich den Geräte-Racks. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und Größen. Gute LS-Ständer sind meist mit Sand befüllbar, dadurch wird ihr Gewicht erhöht und Eigenklang verhindert. Durch höhenverstellbare Spikes (Funktion umstritten!) können sie wackelfrei justiert werden.

Bei praktisch allen Standlautsprechern werden Spikes oder Cones zur Ankopplung an den Fußboden beigepackt. Die sehr kleinen Kontaktflächen sollen bewirken, dass wenig Energie zum Boden übertragen wird. Gleichzeitig ermöglichen sie eine wackelfreie Aufstellung. Zur Vermeidung von Beschädigungen am Boden gibt es Metallscheiben mit zentrischer Anbohrung zur Aufnahme der Spikes. Klebt man auf deren Unterseiten Filzplättchen, kann man damit die Lautsprecher auf glatten Böden (in Grenzen) verschieben.

Für Standlautsprecher gibt es eine – eventuell auch optisch attraktive – Möglichkeit, sie vom Boden zu entkoppeln. Dazu lässt man sich bei einem Steinmetz ca. 3-5cm starke Marmor- oder Steinplatten anfertigen, die etwas größer sind als die Grundflächen der Lautsprecher. Diese werden mit jeweils vier guten Gummidämpfern vom Boden entkoppelt und darauf werden dann die Lautsprecher mit ihren Spikes gestellt.

Kompaktlautsprecher in einem Wandverbau oder auf einem Holzmöbel sind grundsätzlich nicht ideal platziert. Um die Übertragung von Vibrationen zumindest teilweise zu verhindern, ist eine Entkopplung mit Gummidämpfern fast ein Muss und eindeutig besser als eine Ankopplung mit Spikes oder Cones.

Schallwandler, Aufstellung, Hörplatz
(das hier folgenden Hinweisesind im Gegensatz zu den anderen Tipps essenziell wichtig für gute und „richtige“ Stereowiedergabe!)

Für bestmöglichen Klang ist eine optimale Aufstellung der Lautsprecher und die richtige Hörplatzwahl im Hörraum unerlässlich. Folgende Punkte sollten so weit wie möglich angestrebt werden: symmetrische und gleiche akustische Gegebenheiten links und rechts, mindestens 75cm Abstand zwischen der Lautsprechervorderseite und der sich dahinter befindlichen Raumwand, sowie mindestens 1 Meter Abstand zwischen Lautsprecher und Seitenwand. Der beste Hörplatz ist genau mittig davor, mit einem Abstand, der etwa dem der Lautsprecher zueinander entspricht. Der Rest ist dann meist nur noch ein Feintuning zwischen diesen Bezugspunkten. Eine Einwinkelung der Lautsprecher zum Hörplatz hin ist eine Grundvoraussetzung. Bei zu hell klingenden Lautsprechern kann es eventuell sinnvoll sein,  weniger einzuwinkeln, um auf diese Art eine Reduktion des Hochtonanteils zu bewirken.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die Wiedergabequalität durch  kompromisslosere Aufstellung noch deutlich gesteigert werden kann. Dazu müsste das gesamte gleichseitige Dreieck, welches aus den Eckpunkten Lautsprecher und Hörplatz besteht, in die Raummitte platziert werden. So sieht man das auch immer wieder bei Fachmessen, wo hinter den Lautsprechern mindestens zwei Meter Platz gelassen wird. In den seltensten Fällen ist so eine Positionierung im Wohnraum möglich, sollte aber ein eigener und ausreichend großer Raum zum Musik hören zur Verfügung stehen, ist das meist machbar. Bei schlechter Raumakustik (viele glatte Wände, wenige „Schallschlucker“ im Raum) ist es günstig, die Basisbreite der Lautsprecher und den Hörabstand möglichst klein zu wählen. Der direkte Schallanteil wird dadurch größer und der Anteil der Reflexionen kleiner.
In den seltensten Fällen ist ein Hörabstand von über 3 Meter zu empfehlen. Ein „goldener Mittelweg“ sind 2,5 Meter, bei kleineren Lautsprechern sogar nur ca. 2 Meter. Auch 1,5m können gut funktionieren.

Wenn man die Wahl hat, sollte man die Lautsprecher an die längere Wand eines Raumes positionieren. Dadurch werden die seitlichen Reflexionen geringer und die Wiedergabe präziser. Aber es gibt auch Nachteile, vor allem dann, wenn sich dadurch der Hörplatz zu knapp an der hinteren Wand befindet. Es können dann Tieftonprobleme und zusätzliche Reflexionen entstehen. Da hilft nur ausprobieren, eine fixe Regel gibt es leider nicht.

Manche Hersteller sind dazu übergegangen, die Tieftonchassis seitlich der Lautsprechergehäuse anzuordnen. Dadurch kann auch bei großem Gehäusevolumen eine schlanke Bauform erreicht werden. Aus klanglicher Sicht ist das nur selten eine gute Lösung, besonders dann nicht, wenn diese Tieftonchassis bis in das musikalische Grundtonbereich hinein betrieben werden. Anders, wenn sie als reine Subwoofer ausgelegt sind. Dann ist es sogar so, dass bei der Aufstellung solcher Lautsprecher keine Rücksicht auf die seitliche Anordnung der Tieftonchassis genommen werden muss. Es ist also kein Problem, wenn daneben ein Möbel mit nur geringem Abstand steht (vorausgesetzt, dass darin nichts mitvibriert).

Fast alle Hersteller packen den Lautsprechern Schaumstoffstoppel bei, mit denen man die Bassreflexöffnungen zum Teil verschließen kann. Das ermöglicht eine wandnahe Aufstellung, ohne dass die Lautsprecher zu sehr zum Dröhnen neigen. In jedem Fall ist aber ein größerer Wandabstand besser.

Jeder gute Subwoofer hat einen Stellknopf eingebaut, mit dem dessen obere Grenzfrequenz bestimmt werden kann. In Kombination mit Kompaktlautsprechern oder bassarmen Standlautsprechern kann damit der ideale Schnittpunkt zwischen diesen und dem Subwoofer eingestellt werden. Umso größer die Kompakt- oder Standlautsprecher sind, desto tiefer sollte man diesen Punkt wählen. Anders ist das beim Anschluss eines Subwoofers an einem A/V-Receiver, A/V-Verstärker oder Surround-Decoder. Deren Subwooferausgang ist bereits mit einem Tiefpass versehen. Es wäre falsch, zusätzlich noch den des Subwoofers zu aktivieren. Wenn der Subwoofer einen Schalter eingebaut hat, mit dem die interne Frequenzweiche abgeschaltet werden kann (Off, Linear, Flat, etc.), sollte man das unbedingt machen. Wenn es diesen Schalter nicht gibt, die Übergangsfrequenz so hoch wie möglich einstellen.

Es ist oft unglaublich, was in einem eingerichteten und adaptierten Wohnraum alles mitscheppert und mitvibriert. Der dabei entstehende Störpegel ist extrem hoch. Mit einem Tongenerator oder einer Test CD, auf der in engem Frequenzabstand tiefe Testtöne aufgenommen sind, deckt man diese Störquellen leicht auf. Meist ist durch einfache Maßnahmen Abhilfe zu schaffen. Aber bitte Vorsicht, die tiefen Dauertöne belasten den Verstärker und die Lautsprecher stark! Dazu kommt, dass im Normalfall der Schalldruck unter 40Hz rapide abnimmt, es sollte deshalb nur vorsichtig lauter gedreht werden! Am besten man beobachtet dabei die Bewegung der Basslautsprecher, 5-7mm Hub sind meist schon recht viel!

Wenn neue Lautsprecher in relativ kurzer Zeit „eingespielt“ werden sollen (das ist ausnahmsweise kein HiFi-Voodoo!), gibt es eine einfache und schnelle Methode: man stellt beide Boxen ganz knapp „Gesicht an Gesicht“, polt eine davon um (Plus und Minuspol eines Lautsprechers vertauschen), verwendet als Tonquelle das Rauschen eines UKW Tuners zwischen zwei Sendern (beinhaltet praktisch alle Frequenzen) und lässt das Ganze (aber bitte mit vernünftigem Pegel) eine Nacht lang durchrauschen. Wenn man eine dicke Decke über die Lautsprecher legt, stört das Ganze akustisch fast nicht mehr. Wichtig! Anfangs in regelmäßigen Abständen prüfen ob der Verstärker nicht zu warm wird.
Die einfachere Methode ist es, die Lautsprecher dazu zu verwenden wozu sie da sind, nämlich zum Musik hören. Das dauert aber länger. Umso lauter gehört wird (mehr Membranbewegung) desto schneller ist dieser Prozess abgeschlossen.

Stromversorgung, Stromreinigung

Es ist sehr umstritten, ob eine Stromreinigung für Audioanlagen Sinn macht. In keinem Fall ist sie aber eine Lösung gegen Brumm- Knack- und Schaltgeräusche! Theoretisch sollte eine stabile und 230 Volt/50Hz Wechselspannung in den Steckdosen zur Verfügung stehen, tatsächlich ist das aber nicht immer der Fall. Die üblichen Spannungsschwankungen sind harmlos, sie wirken keinesfalls klangverschlechternd. Wenn überhaupt, dann sind es die hochfrequenten Überlagerungen, welche durch Computer, Fernseher, Funken von Schaltern und Motoren, Lichtdimmern usw. verursacht werden. Dazu kommt, dass jede Stromleitung (auch die in der Wand) eine „Empfangsantenne“ für Radio- und Funkwellen darstellt. Ein gutes Netzfilter siebt diese hochfrequenten Störungen aus und leitet sie an die Erdung ab. Nach dem Filter steht dann eine gereinigte Wechselstromspannung zur Verfügung, die aber auch bis zu den Geräten hin sauber gehalten werden sollte. Dazu ist ein Stromverteiler aus Metall mit geschirmtem Anschlusskabel notwendig. An diesem werden die einzelnen Netzkabel der Geräte angesteckt, die ebenfalls geschirmt sein sollten. So wird jedes nachträgliche Eindringen von Elektrosmog wirkungsvoll verhindert.
Wichtiger Hinweis: gute Geräte in üblicher Umgebung betrieben brauchen so etwas nicht!

Meist kommt es beim Anschluss eines Tuners an einer Hausantenne oder einem Telekabel zu Brummproblemen. Das liegt an der doppelten Erdung, einmal Schukostecker, einmal Antennenbuchse. Dadurch entsteht eine Brummschleife. Abhilfe schafft ein Mantelstromfilter das nicht viel kostet . Beim Kauf ist zu beachten, dass es „Männchen“ und „Weibchen“ gibt (für Radio und TV unterschiedlich).

Wenn Geräte eine Standby Schaltung haben (meist gibt es dann auf der Rückseite einen Hauptschalter) sollte diese auch verwendet werden. Das ist nicht nur praktisch (Aus- und Einschalten per Fernbedienung), sondern bewirkt auch stabilen Zustand der elektronischen Baugruppen sofort nach dem Einschalten. Geräte mit gespeicherten Setupfunktionen verlieren auch nicht ihre Grundeinstellungen. Der Stromverbrauch ist bei modernen Geräten vernachlässigbar. Nur wenn Gefahr durch Gewitter droht, oder wenn die Anlage für längere Zeit nicht in Betrieb genommen wird, ist es sinnvoll, den Hauptnetzstecker abzuziehen.

Immer wieder wird behauptet, dass Elektronikkomponenten besser klingen, wenn sie phasenrichtig am Stromnetz angeschlossen sind. Wie so viele andere derartige Tipps ist auch das sehr umstritten. Nur so nebenbei: das Ausmessen der „richtigen“ Steckerposition mit einem Messgerät funktioniert nicht immer, weil es von der Art der Schutzklasse des Gerätes abhängt. Da das Ausmessen nicht ganz ungefährlich ist (von geerdeten Geräten müsste temporär der Schutzkontakt unterbrochen  werden), möchte ich dazu keine Tipps geben.

Analoger Plattenspieler

Ein sich in Betrieb befindlicher Plattenspieler reagiert auf von außen eindringenden Schall besonders empfindlich. Jede Vibrationen wird in Störspannung umgewandelt und dem Nutzsignal zugemischt. Man nennt das den Mikrofonie-Effekt. Bei ungünstiger Positionierung des Laufwerkes und hohem Schalldruck im Raum kann es dabei (ähnlich wie bei einem Mikrofon und gleichzeitiger Lautsprecherwiedergabe) zur laut hörbarer Rückkopplung kommen. Obwohl es im Normalfall nicht zu dieser sich aufschaukelnden Kettenreaktion kommt, bewirkt der von den Lautsprechern abgegebene Schalldruck trotzdem, dass der Plattenspieler zumindest teilweise mitvibriert. Beim normalen Abspielen einer Schallplatte merkt man davon meist nichts, weil das Störsignal durch das Nutzsignal übergedeckt wird. Inwieweit man von dieser sich aufschaukelnden Rückkopplung bei der analogen Schallplattenwiedergabe entfernt ist, kann man einfach testen. Dazu bringt man die HiFi Anlage vorerst in den Spielbetrieb „Phono“ und stellt den Lautstärkesteller auf Null. Anschließend senkt man mit dem Lift bei stehendem Plattenteller (Motor abschalten bzw. Netzstecker ziehen) den Tonarm auf eine Schallplatte. Dann dreht man den Lautstärkeknopf in die übliche Spielstellung und klopft leicht auf die Stellfläche oder auf den Sockel des Plattenspielers. Im Normalfall ist dieses Klopfgeräusch dann bereits leise aus den Lautsprechern zu hören. Bei weiterer Erhöhung der Lautstärke wird das Klopfgeräusch zunehmend lauter und halliger, bis es dann bei einem bestimmten Punkt (bitte Vorsicht, Lautstärke sofort zurücknehmen) zu einem sich aufschaukelnden Dauerton kommt. Idealerweise ist zwischen diesem Punkt des Lautstärkestellers und der üblichen Spielstellung ein großer Abstand. Wenn das nicht so ist, muss der Plattenspieler besser entkoppelt und/oder anders positioniert werden. Selbstverständlich funktioniert dieser Test nicht mit einem Kopfhörer.
Für Experimentierfreudige: wenn man den Tonarm bzw.  den Tonabnehmer auf eine sich nicht drehende Schallplatte auflegt und bassintensive Musik mit z.B. einem CD-Player abspielt, kann man am Ausgang des Plattenspielers tatsächlich eine geringe Spannung (analog zur gerade abgespielten Musik) abnehmen, wie mit einem sehr schlechten Mikrofon! Umso näher sich der Plattenspieler bei der Schallquelle (Lautsprecher) befindet und umso lauter abgespielt wird, desto höher ist dieses Ausgangssignal. Mit einem weiteren Verstärker und einem Aufnahmegerät (noch besser mit einem Oszilloskop oder Millivoltmeter) ist das gut zu testen. Auch die negativen Auswirkungen von Staubschutzdeckeln werden auf diese Art deutlich sichtbar.

Beim Abspielen von anlogen Schallplatten ist also jede Vibration absolut zu vermeiden! Deshalb muss für bestmöglichen Klang der Staubschutzdeckel im Spielbetrieb unbedingt abgenommen werden. Dieser hat die Wirkung einer großen Membran, die Vibrationen aufnimmt und weiterleitet.

Fast alle hochwertigen Plattenspieler haben Riemenantrieb. Der Durchmesser des Motor Pulley’s ist meist recht klein, deshalb sollte bei seltenem Betrieb ab und zu der Plattenteller etwas gedreht werden, damit am Riemen keine bleibenden Biegestellen entstehen.

Schallplattenwaschmaschinen sind teuer, aber wirkungsvoll. Oft werden sie auch von Freunden gemeinsam gekauft und genützt. Die Funktion ist einfach: auf einem Plattenteller wird die Schallplatte fest gespannt und in langsame Drehung versetzt. Dann wird eine spezielle Lösungsflüssigkeit aufgebracht und eingebürstet. Abschließend wird das Lösungsmittel (samt Schmutzpartickel) wieder abgesaugt. Dadurch wird die Schallplatte – wenn sie sonst keine mechanischen Beschädigungen hat – wieder wie neu.

Verstärker

Wenn Geräte aufeinander gestapelt werden müssen (das ist ohnehin nicht ideal), sollte der Verstärker (obwohl er meist das schwerste Gerät ist) zuoberst angeordnet sein. So kann entstehende Wärme besser abgeführt werden. Das ist nur gut möglich, wenn alle Geräte etwa die gleiche Bautiefe haben. Wichtig ist diese Anordnung aber nur dann, wenn vorwiegend laut gespielt wird.

Das Schlimmste für einen sich in Betrieb befindlichen Transistorendverstärker ist ein Kurzschluss an seinen Ausgangsbuchsen! Gefährlich ist das vor allem, wenn gleichzeitig ein Signal anliegt (Spielbetrieb) denn der hohe Stromfluss kann die Ausgangstransistoren zerstören. Wird dagegen kein „Verbraucher“ (Lautsprecher) angeschlossen, passiert (auch wenn der Lautstärkesteller voll aufgedreht wird) nichts, weil es keinen Stromfluss gibt. Beim Röhrenverstärker ist eher der umgekehrte Fall gefährlich, weil die Endstufenröhren ihre Leistung immer an die Primärwicklung des eingebauten Ausgangstransformators abgeben. Ohne angeschlossenem Verbraucher (Lautsprecher) an der Sekundärwicklung des Transformators kann die erzeugte Leistung jedoch nicht abfließen. Die Folge ist ein Leistungsstau in den Endstufenröhren, die dadurch zerstört werden können. Dagegen wirkt ein Kurzschluss nicht ganz so dramatisch wie bei einem Transistorverstärker, aber auch dieser sollte besser vermieden werden.

Verbindungskabel

LS-Kabel können, wenn sowohl am Verstärker als auch an den Lautsprechern gute Schraubklemmen vorhanden sind, blank geklemmt werden. Der Kontakt ist durch die hohe Klemmkraft sogar sehr gut. Allerdings kann die Oberfläche der Litzen mit der Zeit oxydieren, bei einem Umklemmen (nach Jahren) sollte man die blanken Enden abzwicken und neu abisolieren. Vom Verzinnen der Kabelenden ist abzuraten.

Normalerweise sind fertig gekaufte und  konfektionierte LS-Kabel gleich lang.  Wenn eines der beiden Kabel dann unnötig lang ist, kann man es ohne Nachteile zu einer Spule wickeln oder meanderförmig verlegen. Bei Selbstkonfektionierung von LS-Kabeln (Meterware) spielen unterschiedliche Längen absolut keine Rolle, wenn der Kabelquerschnitt ausreichend dimensioniert ist.

Digitalleitungen auf Lichtleiterbasis sollten immer mit möglichst großem Radius verlegt werden. Ein zu starkes Abknicken verringert die Leitfähigkeit und kann die Lichtfasern brechen.

Audioleitungen (Cinchkabel, aber auch die zu den Lautsprechern) sollten nicht in knappem Abstand parallel zu Netzleitungen geführt werden, Brummstörungen könnten die Folge sein. Bei Wandverrohrung sind mindestens 10cm Abstand einzuhalten.